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Die Berufsbezeichnung „Tierheilpraktiker" sowie die Berufsausbildung besitzt derzeit keine gesetzliche Grundlage und zudem keine bundeseinheitliche Norm. Die Ausübung dieses Berufs ist mit keinem besonderen Erlaubnisvorbehalt verbunden. Daher sind die Auflagen bezüglich eines Studiums derzeit staatlich nicht geregelt.
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Qualitätssicherung durch Berufsverbände wie die Deutsche Gesellschaft der Tierheilpraktiker und Tierphysiotherapeuten (DGT e.V.) eine herausragende Bedeutung. (siehe Studienabschluss)
In der Öffentlichkeit findet das Berufsbild des Tierheilpraktikers immer mehr Anerkennung. Immer mehr Tierbesitzer wenden sich an einen Tierheilpraktiker. Seine Erfolge sind nicht von der Hand zu weisen. Die Tiernaturheilkunde versteht sich als ganzheitliche Medizin, die nicht nur das jeweilige Symptom, sondern den gesamten Organismus therapiert. Hierbei wird die Individualität des Patienten berücksichtigt. Ein weiterer Aspekt ist die Suche nach der Ursache einer Erkrankung, damit eine Heilung langfristig erfolgen kann.
Die meisten Krankheiten werden beim Tier mit einer Kombination der klassischen und modernen Naturheilverfahren behandelt. Homöopathie und Akupunktur gelten beispielsweise als klassisch, Zell- und Physiotherapie gehören zu den modernen Heilmethoden
Wie jede Therapieform hat auch die Naturheilkunde ihre Grenzen. Diese zu erkennen und das Wissen um die behördlichen Melde- und Anzeigepflicht, sowie die gesetzlichen Grundlagen (Arzneimittel-, Betäubungsmittel-, Tierseuchengesetz) gehören zum Pflichtwissen eines Tierheilpraktikers. Auch deshalb versteht sich die Naturheilkunde nicht als völlige Alternative zur Schulmedizin, sondern auch als sinnvolle Ergänzung. Jeder Therapie geht eine fundierte Diagnose voraus, die auch vom Tierheilpraktiker oft mit Hilfe moderner Labortechnik gestellt werden muss.
Aber auch seitens der Tierärzte zeigt sich immer mehr Toleranz. Homöopathie und Akupunktur werden an Hochschulen bereits gelehrt, da generell die Nachfrage nach Alternativer Tiermedizin enorm gestiegen ist.
Vorteil der Naturheilkunde ist sicherlich, dass sie - wenn richtig angewendet - wesentlich weniger Nebenwirkungen hat als etliche schulmedizinische Präparate.
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