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Salzwasser-Hundeschwimmbecken
Mittwoch, 23. Januar 2008

Vorstellung der Arbeit der Tierphysiotherapeutin Helga Klaiber

 

klaiber_schwimmbecken_1Frau Helga Klaiber ist FAT-ausgebildete und DGT-geprüfte Tierphysiotherapeutin und arbeitet seit 1998 erfolgreich in eigener Praxis. Im letzten Jahr erweiterte sie ihre Behandlungsmöglichkeiten um ein Hundewasserbecken, so dass nun auch eine Schwimmtherapie durchgeführt werden kann.

 

Da das Becken mit Salzwasser gefüllt ist, dessen Salzgehalt bei 0,4% liegt(Meerwasser hat 4%), müssen die Hunde nach dem Schwimmen nicht abgeduscht werden und bekommen ein wunderbares Fell. Auch bei Patienten mit Hautproblemen zeigen sich sehr gute Erfolge.

Die Salzanlage funktioniert folgendermaßen: das Salzwasser läuft durch Vorfilter und Sandfilter. Dann wird das gereinigte Wasser in den sog. Autochlor geleitet. Hier findet durch Zellen und in einem chem. Prozess eine Chlorung statt. Anschließend wird das Salzwasser desinfiziert wieder dem Becken zugeführt. Einwandfreie Hygiene ist somit gewährleistet. 

klaiber_schwimmbecken_4Bei der Schwimmtherapie  handelt es sich um eine aktive Bewegung gegen Widerstand, jedoch ohne Gewichtsbelastung der Gliedmaßen, da der Wasserdruck die Schwerkraft weitgehend aufhebt.

 

Das Gewicht eines in Wasser eingetauchten Körpers wird um das Gewicht der von ihm verdrängten Wassermenge erleichtert. Eine wesentliche Rolle spielt auch das spezifische Gewicht. Der geringe Unterschied im spezifischen Gewicht des Wassers und dem eines Hundes bedingt, dass er im Wasser sinkt und deshalb aktiv schwimmen muss.

 

klaiber_schwimmbecken_2Der Wasserwiderstand ist höher als der Luftwiderstand, wovon man sich leicht überzeugen kann, wenn man z.B. eine rasche Armbewegung in Luft oder Wasser vornimmt. Dieser erhöhte Widerstand kann für Kräftigungsübungen der Muskulatur genutzt werden, indem die Gliedmaßen des Tieres in symmetrischer Weise gegen das Wasser arbeiten. Dabei kommt es zu einem physiologischen Ablauf der Bewegung.

 

Auf diese Weise können unphysiologische Bewegungsmuster korrigiert werden, zu denen es häufig nach Verletzungen kommt, indem Hunde z.B. unter Vermeidung des Gebrauchs der verletzten Gliedmaße auf drei Beinen laufen.

 

Die Schwimmtherapie ermöglichst eine Gliedmaßenbewegung ohne Belastung bei gleichzeitigem Training der Muskulatur und des Herz-Kreislauf-Systems. Sie ist deshalb besonders geeignet zur Behandlung von Gliedmaßenproblemen, z.B. nach Verletzungen, Lähmung oder postoperativ und zur Normalisierung des Gangbildes.

 

Fall aus der Praxis: "MORGANA"

 

Patient: Dalmatiner-Stafford-Mix, Hündin 11 Jahre alt, Kissing Spines, Spondylose, zwei- facher Bandscheibenvorfall.

 

klaiberKrankengeschichte und Befund: OP Mitte September 2007, nachfolgende Einblutung mit Hämathombildung, kontrollierter Harn- und Kotabsatz, stehen nur mit Hilfe und ohne Muskelanspannung, keine selbstständige Bewegung der Hinterbeine im Wasser.

 

Therapie: Schwimmen mit anschl. Magnetfeldanwendung unter Rotlicht 2 x wö.,   Lockerung und passive Bewegungsübungen tägl. durch Besitzer.

 

 

klaiber_21. Schwimmtherapie am 05.11.07

passive Bewegung der Beine im Wasser,

selbstständige Aufstehversuche nach der 2. Schwimmtherapie. Bei der 5. Anwendung erstes selbstständiges Bewegen der Hinterbeine im Wasser, steht selbstständig auf.

 

 

klaiber_1Patient kann seit der 6. Anwendung kurze Strecken alleine laufen, bewegt seither auch die Beine rythmischer und immer kräftiger im Wasser, Prognose gut.

 

Seit der 7. Anwendung 26.11.07 schwimmt der Patient selbstständig.

Da sich die Muskulatur gut ausgebildet und das Gangbild weitgehend normalisiert hat, wurden die Anwendungen ab Januar 08 auf 1 x wöchentlich reduziert.

 

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